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Sonntag, 30. August 2015

Oma und Opa - Dinge die sich nicht ändern...

Toll! Bei Mama gibt's Frikadellen! Da kann ich nicht nein sagen, weil die Frikadellen bei Mama waren schon immer die besten.
Und ich habe nie Bock auf die Matscherei, deswegen gibt es bei mir keine.
Und ich hatte mal wieder kein Bock einzukaufen, deswegen war eh die Frage, wie ich mich am Wochenende verpflege :-)

Das Wetter war so wunderbar und ich kann mich so schwer losreißen von meiner Terrasse - auch für Frikadellen. Kurzentschlossen habe ich den Fahradträger aufs Autodach geklemmt, Fahrrad drauf gewuchtet und ganz mutig beide Hunde ins Auto verfrachtet. Ob Maddox die Fahrt ohne Kotzerei übersteht ist ja doch immernoch nicht mit Sicherheit zu sagen und wenn ich Autofahrten plane, dann gibts morgens auch nur wenig und sehr früh Futter.
Ich hatte nichts geplant, ich musste also hoffen und habe vorsichtshalber noch zwei Handtücher eingepackt.

Ich fahre vorsichtig. Sehr vorsichtig. Langsamer in die Kurven, langsam anfahren, langsam bremsen, gute Straßen... ich gebe mir echt Mühe!
Dummerweise war die (einzige) Durchfahrt durch den nächsten Ort gesperrt. Ganz großes Kino! Gibt es keine Ausnahmegenehmigung für Kotzhund-Transporte? Mir wäre das wichtig...
Ich musste umdrehen, wieder ganz zurück in meinen Heimatort, und einen großen Umweg fahren.

Ich hatte Glück heute. Maddox auch, denn der hat nicht gekotzt. Milow hatte kein Glück, denn der hätte sonst ein zweites Frühstück genossen *kicher* :-D :-D :-D  Jaja, die lieben Kleinen... :-)

Ich habe meinen Wagen irgendwo in der Pampa stehen lassen und bin dann mit dem Fahrrad weiter. Die Ms haben es genossen und sind mal wieder richtig stramm gerannt.
Ich liebe es! Ich könnte meine Hunde nie durchgehend an der Leine führen. Es ist so wunderbar wenn sie ausgelassen fröhlich rennen! Mir geht immer das Herz auf!

Mein Vater trifft erst nach mir ein und geschätzte 3 Minuten später (so lange dauert die Begrüßung der Hunde - ich war noch nicht involviert) sind die Ms bereits mit Rinderohren versorgt.

Es dauert noch etwa 10 Minuten, bis ich begrüßt werde.

Für die Hunde wird sogar die Vogeltränke frisch ausgewaschen und befüllt, damit sie frisches Wasser saufen können. Irgendwie niedlich :-)
Aber für mich gibt es auch etwas Besonderes, denn nur für mich kauft mein Vater jetzt alkoholfreies Bier :)
Schön das wir hier willkommen sind!

Nach dem Essen gibt Milow alles, setzt sein charmantestes Lächeln ein, wedelt was das Zeug hält...
Mein Vater beäugt zunehmend neugierig die Schüsseln auf dem Tisch.
"Eine Frikadelle!", sagt mein Vater.
"Nein! Die Frikadellen nehme ich mit (für mich)", sage ich.
Er betrachtet die Schüssel genauer. "Ach komm, eine Frikadelle zum Teilen".
Ich muss lachen.
"Nein! Nicht die Frikadellen!"
Er sieht die Hunde mitleidig an "Tut mir leid, die Frauen wollen nicht!"
"Wann haben deine Hunde das letzte Mal Futter bekommen?" fragt meine Mutter (vorwurfsvoll???), mit mitleidigem Blick auf die mittlerweile im Duett bettelnden Hunde.
"Heute Morgen bei mir und vor 20 Minuten bei euch die Rinderohren!"
Als ob die nichts zu fressen kriegen...

Bei Oma und Opa war das früher auch immer so. Die Enkel bekommen alles :-)))

Ich bin ja gar nicht so. Ich schlage einen Kompromiss vor: "Du kannst ihnen ne Kartoffel geben".
Meine Mutter ist verwundert. Hunde die Kartoffeln fressen? Ist doch gar kein Fleisch...
Aber als mein Vater anfängt, eine Kartoffel nach der anderen abwechselnd in die Hundemäuler zu stecken, muss sie es dann auch selber noch ausprobieren - als ob sie ihren Augen nicht trauen kann.
Der Anblick ist einfach zu schön.
Ja, meine Hunde lieben es! Kohlrabi hätten sie jetzt auch noch ganz toll gefunden. Oder Brokkoli. Oder Blumenkohl.
Aber man kann nicht alles haben.

Ich hoffe, dass ich all das nicht später wieder im Auto vorfinde... Aber eigentlich kotzt Maddox nicht auf der Rückfahrt, irgendwie scheint er zu wissen, dass es nach Hause geht.

Jetzt fällt mir ein, dass ich keinen Schokoladenpudding zum Nachtisch hatte. Dabei isst meine Mutter IMMER Nachtisch, die kann gar nicht ohne. Aber heute haben sie die Hunde wohl aus dem Konzept gebracht.

Die restlichen Frikadellen habe ich gerecht aufgeteilt: 4 (kleinere) für mein Eltern, 3 für mich. Junge Menschen brauchen mehr Essen.

Wir sind dann ganz entspannt wieder nach Hause gefahren und alle kotzfrei angekommen.
Ich bin dieses Jahr überhaupt nicht mit Auto und Fahrrad unterwegs gewesen, glaube ich. Vielleicht suche ich mir morgen nochmal eine schöne Strecke. Endlich mal was anderes sehen und nicht immer die selbe Umgebung. Es ist toll so durch die Felder zu fahren, die Hunde finden das auch.

Ich wünsche euch einen sonnigen, friedlichen, entspannten Sonntag!

Kommentare:

  1. Ich liebe Frikadellen auch sehr! Schon früher zuhause und heute meine eigenen. Und wenn ich welche mache, dann immer natürlich auch so viele, daß welche übrig bleiben zum kalt essen. Mal geschnitten auf Butterbrot, meist aber direkt aus der Hand. Und wenn Imo guckt und sabbert und bettelt, kriegt er auch keine einzige, niemals, nicht die guten Frikadellen. Aber den innersten Kern, den laß ich ihm übrig. So knabbere ich die Frikadelle drumherum weg und habe ein Stück übrig so groß wie ein halber Daumen, den darf er dann haben.

    Hihi, witzig.

    Nana

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  2. *kiecher*
    Sehr schön geschrieben!!
    :-)

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  3. Liebe Bianca,
    es hat so ein Spaß gemacht zu lesen. Sehr schön geschrieben.
    Lieben Dank
    glg
    Monika

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